Frauen- und Geschlechterforschung
Schwerpunkt an der Kath.-Theol. Fakultät Graz

Aktuelles

Irmtraud Fischer, Christoph Heil (Hg.)
Geschlechterverhältnisse und Macht [link]
Lebensformen in der Zeit des frühen Christentums
Der vorliegende Band thematisiert Geschlechterverhältnisse im ersten Jahrtausend. Die Autorinnen untersuchen vielfältige Aspekte des Zusammenhangs von Macht und Geschlecht und bieten Einblicke in soziale, rechtliche und vor allem theologische Aspekte weiblicher Lebenszusammenhänge der Epoche. Die Beiträge zeigen auf, wie unterschiedlich Genderfragen diskutiert wurden, wie sich vielfältige Traditionen etablierten und wie wenige davon bis heute in den Argumentationsschatz der TheologInnen - und noch weniger in den der Kirchen - Eingang gefunden haben.

Mit Beiträgen von Kari Elisabeth Børressen, Elisa Estévez López, Anneliese Felber, Eveline Höbenreich, Angelika Magnes, Livia Neureiter, Silke Petersen, Eva M. Synek, Andrea Taschl-Erber, Sabine Tausend und Ines Weber.


Irmtraud Fischer
Die Bibel und die Frauen: Tora
erschienen 2010 auf deutsch, italienisch und spanisch

Torah De


Maria Elisabeth Aigner, Ursula Rapp (Hg.)
KlarA. Klar anders!
Mentoring für Wissenschafterinnen

Dieses Buch stellt eine Reflexion und Auseinandersetzung mit dem frauenspezifischen Mentoring-Programm KlarA. Klar Anders! dar, das an der Karl-Franzens-Universität Graz durchgeführt wurde.

Die AutorInnen geben in ganz unterschiedlichen literarischen Gattungen, von wissenschaftlichen Ausführungen über persönliche Resümees, E-Mailwechsel oder Phantasiegeschichten punktuell Einblicke in die verschiedenen Prozesse, die ausgelöst wurden.

Den Lesenden erschließt sich dadurch ein vielfältiger Zugang zu den Möglichkeiten und Chancen von Mentoring-Programmen als Frauenfördermaßnahme an Universitäten.

Werkstatt Theologie -Praxisorientierte Studien und Diskurse, Bd. 19, 144 S., 19,90 €, br, ISBN 978-3-643-50294-0

Weitere Informationen zu diesem Buch finden Sie unter:
www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50294-0


Irmtraud Fischer
Femmes sages et dame Sagesse dans l'Ancien Testament [link]
Des femmes conseillères et éducatrices au nom de Dieu

L'intérêt de ce troisième et dernier volet de la grande enquête exégétique d'Irmtraud Fischer sur les femmes de la Bible est double. L'auteur continue de montrer qu'une lecture non discriminante de la Bible est possible — une lecture qui prenne véritablement en compte la présence des deux sexes — mais elle ouvre aussi des perspectives nouvelles sur l'articulation du corpus biblique en renouant avec la vision tripartite de la Bible hébraïque. Ce qui n'est pas sans importance pour la compréhension même de l'univers biblique, structuré par la Loi, son actualisation prophétique dans les situations de l'histoire, son application pratique dans les situations concrètes — cette dernière perspective définissant la thématique de la sagesse. Et cette thématique de la sagesse parcourt l'ensemble du corpus biblique.

Le rôle joué par des femmes, figures de sagesse, ne se cantonne pas à la sphère domestique voire à l'éducation. Beaucoup ont exercé un rôle déterminant de conseil dans les affaires de la vie publique, dans les décisions politiques. On connaît la reine de Saba, Esther, Judith, la femme de Job..., mais il est bon aussi de s'attarder sur le rôle joué par Abigayil qui annonce l'ascension de David, la femme diplomate de Téqoa qui accomplit une difficile mission de réconciliation (2 Samuel 14), la femme qui dénoue la crise mortelle d'une ville assiégée (2 Samuel 20) ... On connaît aussi la femme « capable » de Proverbes 31, mais a-t-on bien lu le texte et n'est-elle qu'une « parfaite maîtresse de maison » ?


Irmtraud Fischer, Christoph Heil (Hg.)
Geschlechterverhältnisse und Macht [link]
Lebensformen in der Zeit des frühen Christentums
Reihe: Exegese in unserer Zeit
Der vorliegende Band thematisiert Geschlechterverhältnisse im ersten Jahrtausend. Die Autorinnen untersuchen vielfältige Aspekte des Zusammenhangs von Macht und Geschlecht und bieten Einblicke in soziale, rechtliche und vor allem theologische Aspekte weiblicher Lebenszusammenhänge der Epoche. Die Beiträge zeigen auf, wie unterschiedlich Genderfragen diskutiert wurden, wie sich vielfältige Traditionen etablierten und wie wenige davon bis heute in den Argumentationsschatz der TheologInnen - und noch weniger in den der Kirchen - Eingang gefunden haben.
Mit Beiträgen von Kari Elisabeth Børressen, Elisa Estévez López, Anneliese Felber, Eveline Höbenreich, Angelika Magnes, Livia Neureiter, Silke Petersen, Eva M. Synek, Andrea Taschl-Erber, Sabine Tausend und Ines Weber.


Eine Gemeinschaftsproduktion des KBW Stuttgart, des Schweizer und des Österreichischen Bibelwerkes.
Bibel und Kirche [link]
Frauen in der frühen Kirche


Frauen und Kirche – dieses immer wieder brandaktuelle Thema wird von der biblischen und frühkirchlichen Quellenlage her umfassend erörtert. Dabei wird auch die Frage von Leitungsmöglichkeiten von Frauen in den ersten Jahrhunderten nicht ausgespart.

Frauen in der Jesusbewegung und in den ersten christlichen Gemeinden - was weiß die Bibel davon zu berichten? Eine ganze Menge. Die Nachfolgegemeinschaft Jesu war eine Bewegung, der sich Frauen wie Männer angeschlossen haben. Darüber besteht mittlerweile ein Forschungskonsens. Allerdings erschließt sich diese Erkenntnis erst bei einer genauen Lektüre der biblischen Texte und außerbiblischer Quellen.

Aus der Forschung werden dazu im Heft aktuelle Einsichten präsentiert, die nicht nur ein Licht auf Möglichkeiten und Rollen von Frauen werfen, sondern auch die Einschätzung der Geschichte des frühen Christentums verändern können. So zeigt Sabine Bieberstein im einleitenden Beitrag auf, dass es z.B. angemessen wäre, von der „Reich-Gottes-Bewegung“ anstelle von der „Jesusbewegung“ zu sprechen, da dieser Begriff den Inhalt der Botschaft, den Männer und Frauen gemeinsam verkündeten, in den Mittelpunkt stellt.

Ute E. Eisen stellt frühchristliche Quellen vor, die leitende Tätigkeiten von Frauen bezeugen, Angela Standhartinger ein verloren gegangenes Amt in den frühen Gemeinden, das Amt der Gemeindewitwe. Der Frage, ob Apostel Junia(s) in Röm 16,7 ein Mann oder eine Frau war, geht der Papyrologe Peter Arzt-Grabner nach.

Welche Impulse die Forschungen für Frauen heute bereit halten, beantwortet die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz.


Ulrike Bechmann
Die Witwe von Sarepta. Gottes Botin für Elija [link]
Katholisches Bibelwerk Stuttgart 2010
Die Erzählungen um die Witwe von Sarepta (1 Kön 17,7-24) stehen am Anfang des Elija-Zyklus'. Die Figur der Witwe gerät deshalb gegenüber dem Propheten Elija oft in den Hintergrund. Dabei zeigt die genauere Textanalyse, dass die Witwe für den Anfang des Wirkens Elijas entscheidend ist und ebenfalls eine prophetische Funktion ausübt. Frauen aus Chile stellen die Witwe von Sarepta in das Zentrum ihrer Liturgie für den ökumenischen Weltgebetstag der Frauen 2011 (Thema: "Wie viele Brote habt ihr?").

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